Saturday, June 04, 2005

Heine: Geständnisse

Don't know what to make of the Gestaendnisse (Paris, 1854). Heinrich Heine's book is not an apologia or not a good one, and passages like this one are as jarring (like his misogynistic comments) as they are amusing:
als ich sah, dass Schmierlappen von Schuster- und Schneidergesellen in ihrer plumpen Herbergsprache die Existenz Gottes zu leugnen sich unterfingen - als der Atheismus anfing, sehr stark nach Kaese, Branntwein und Tabak zu stinken: da gingen mir ploetzlich die Augen auf, und was ich nicht durch meinen Verstand begriffen hatte, das begriff ich jetzt durch den Geruchssinn, durch das Missbehagen des Ekels, und mit meinem Atheismus hatte es, gottlob! ein Ende.
Um die Wahrheit zu sagen, es mochte nicht bloss der Ekel sein, was mir die Grundsaetze der Gottlosen verleidete und meinen Ruecktritt veranlasste. Es war hier auch eine Gewisse weltliche Besorgnis im Spiel, die ich nicht ueberwinden konnte; ich sah naemlich, dass der Atheismus eni mehr oder minder geheimes Buendnis geschlossen mit dem schauderhaft nacktesten, ganz feigenblattlosen, kommunen Kommunismus.
The cutting part of this is that it is likely more honest than anything in Newman or Chesterton or even Tolstoy. Are our persuasions more than class or other prejudices, more than animal decisions? Is the apparatus of explanation in the written confession not a hypocrisy perpetrated on us by the brain? Heine lauds his own fame, and contemns what is common. Also for instance: "Lasst dem Volk die Wahl zwischen dem Gerechtesten der Gerechten und dem scheusslichsten Strassenraeuber, seid sicher, es ruft: 'Wir wollen den Barrabas! Es lebe der Barrabas!'" Shame is part of it. Ironically Heine as an atheist once found himself wishing that God didn't exist, rather than see the embarrasment he felt at having as a partner-in-arms the godless revolutionary Weitling...hence God.
ich bin zu bescheiden, als dass ich der goettlichen Fuersehung wie ehemals ins Handwerk pfuschen sollte, ich bin kein Gemeindeversorger mehr, kein Nachaeffer Gottes, und meinen ehemaligen Klienten habe ich mit frommer Demut angezeigt, dass ich nur ein armseliges Menschengeschoepf bin, eine seufzende Kreatur, die mit der Weltregierung nichts mehr zu schaffen hat, und dass sie sich hinfuero in Not und Truebsal an den Herrgott wenden muessten, der im Himmel wohnt, und dessen Budget ebenso unermesslich wie seine Guete ist, waehrend ich armer Exgott sogar in meinen goettlichsten Tagen, um meinen Wohltaetigkeitsgeluesten zu genuegen, sehr oft den Teufel an dem Schwanz ziehen musste.

That bit is perhaps best commented upon by Heine himself in a later bit, again about the attempt to be God:
Dieser Berg ist nur das Postament, worauf die Fuesse des Mannes stehen, dessen Haupt in den Himmel hineinragt, wo er mit Gott spricht - Gott verzeih mir die Suende, manchmal wollte es mich beduenken, als sei dieser mosaische Gott nur der zurueckgestrahlte Lichtglanz des Moses selbst, dem er so aehnlich sieht, aehnlich in Zorn und in Liebe. - Es waere eine grosse Suende, es waere Anthropomorphismus, wenn man eine solche Identitaet des Gottes und seines Propheten annaehme - aber die Aehnlichkeit ist frappant.
Two other aphoristic phrases of note: "Es ist nichts aus mir geworden, nichts als ein Dichter"--this amid celebrations of his own renown; "Der grosse Autor des Weltalls, der Aristophanes des Himmels"--this in comparison to himself, the small Aristophanes of Germany.

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